Gerald Loacker | Kaisers neue Kleider
Gerald Loacker bloggt und informiert rund um die Themen Arbeit, Soziales und Gesundheit.
Liste Sebastian Kurz, ÖVP, Machterhalt
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30 Jahre ÖVP

Des Kaisers neue Kleider

Jetzt kommt sie, die „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“. In seinen Auftritten bemüht sich der Außenminister um das Erscheinungsbild, jetzt werde alles anders. Jetzt wirklich.

Aber was wird denn konkret anders? Seine inhaltlichen Ansagen beschränken sich auf die Organisationsstruktur der Alten Dame ÖVP: Durchgriffsrecht auf die Bundesliste der ÖVP, Benennung des Generalsekretärs der ÖVP, freie Hand bei Koalitionsverhandlungen.

Zur Frage, wohin es mit der Republik gehen soll, hören wir bisher nichts: Die 33 Krankenversicherungsträger reduzieren? Die Beamtenpensionen mit dem ASVG harmonisieren? Den Kammerzwang abschaffen? – Sebastian Kurz schweigt sich aus. Steuerautonomie für die Bundesländer oder neuer Zentralismus wie in der „neuen Volkspartei“? – Man weiß es nicht. Parteipolitik raus aus den Schulen oder „Durchgriffsrecht“ für den Chef? – Schwierige Themen sind nicht gefragt.

Das Ziel von Sebastian Kurz liegt nicht darin, Österreich zu modernisieren und das Land nach vorne zu bringen. Es geht ihm um die Macht. Die Hauptfunktion seiner „neuen Volkspartei“ besteht darin, den Machtbereich der alten Volkspartei zu erhalten. 30 Jahre ÖVP in der Bundesregierung sollen verlängert werden, schwarze Kammern, Kassen und Ministerien im Parteieinfluss bleiben. Nur eben unter neuem Namen, in neuem Gewand. Der Kaiser ist nackt.

6 Comments
  • Stefan Pfeifer

    Mai 16, 2017 at 12:08 pm Antworten

    Momentan sieht es ganz danach aus, als würde alles beim alten bleiben. Die politischen Intrigen der letzten Wochen zeigen: Auch Kurz ist keine Alternative zur gängigen politischen Kultur.

  • christian kurz

    Mai 17, 2017 at 10:33 am Antworten

    schade!!
    du warst für mich immer das beispiel für konsequente fleißige arbeit.
    hast dich an wahlspekulationen nie beteiligt. hast wichtige themen aufgegriffen und nach lösungen gesucht.

    hab‘ dich schön öfters in div. foren (FB) als vorbildlich hingestellt zusammen mit sepp und mathias.

    und jetz? beteiligst dich an dem kurz bashing,
    ohne zu wissen was er inhaltlich vor hat?

    mein erster eindruck: er hat eine klare sprache (geht vielen von uns ab.) er spricht wichtige themen an die die bevölkerung interssieren! (kein sonderbares almsches christenbashing ) oder sonstige randthemen.

    er hat längst überfällige reformen in der övp eingeleitet.
    somit würde sich die övp als partner in einer plattform anbieten, weil man annehmen kann, daß er rücksichtnahme(bünde, landesfürsten etc) agieren kann.
    bin überzeugt, daß wir bei vielen themen überfeinstimmung finden könnten.

    zudem leider:
    wir fallen in der wählergunst (umfragen) seit 2 jahren (13 %) konstant nach unten. wehleidige (der telefoniert) (der wirbt leute ab) und gehässige postings helfen uns hier sicher nicht. war für mich auch nie neos!

    l.g. aus dem ennstal

    • Gerald Loacker

      Juni 6, 2017 at 9:46 am Antworten

      Lieber Christian,
      Was ist daran „Bashing“ oder „gehässig“? Nichts.
      Kurz sagt inhaltlich gar nichts. Auch heute im Ö1-Morgenjournal (06.06.17) hat er auf die Frage „Wie Sie umverteilen wollen, möchten Sie uns nicht sagen?“ mit einem schlichten „Nein.“ geantwortet.
      Wir hören nichts zu einer Pensionsreform, nichts zum Kammerzwang. Wir hören nichts Inhaltliches, weil es um die Show geht.
      Kurz vor knapp im September wird er noch ein paar Überschriften liefern.

      Schöne Grüße
      Gerald

  • christian kurz

    Mai 17, 2017 at 7:31 pm Antworten
  • Norbert Reis

    Juli 23, 2017 at 10:46 am Antworten

    Zu den 24 Schlagwörtern schreiben sie interessante Beiträge, mit denen ich weitgehend übereinstimme. Das Problem, das 80 % der Österreicher (Innen sind auch gemeint) am meisten interessiert, ist jedoch die Immigrationsthematik. Welche Lösung schlagen Sie vor?

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