Die AUVA abschaffen! | Gerald Loacker
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Sozialsystem, Pensionen, Gesundheit, Krankenkassen, Unfallversicherung, Transparenz
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Die AUVA abschaffen!

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt versichert Arbeitsunfälle und solche, die auf dem Weg zur und von der Arbeit passieren. Sowohl die Unfallheilbehandlung wie auch eine Unfallrente bei Dauerfolgen werden aus Arbeitgeberbeiträgen (1,3% vom Lohn und Gehalt) finanziert.

Doch sind Arbeitsunfälle in den letzten Jahrzehnten massiv weniger geworden[1]: Die Verlagerung der Arbeit weg von der Industrie hin zur Dienstleistung sowie höhere Sicherheitsstandards spielen dabei eine Rolle.

Parallel zur Abnahme der Zahl der Arbeitsunfälle sind die Beitragseinnahmen der AUVA stark gewachsen, weil die Zahl der Beschäftigten, die Lohnsumme und die Höchstbeitragsgrundlage stets gestiegen sind. Das konnte sogar eintreten, obwohl der Beitragssatz Mitte 2014 von 1,4% auf 1,3% der Lohnsumme gesenkt worden ist[2].

Inzwischen sitzt die AUVA nicht nur auf einem Finanzvermögen von ca. € 500 Mio[3], sie wird auch im Volumen von ca. € 300 Mio p.a. zur Querfinanzierung der Krankenversicherung herangezogen[4]. Die Verteilung der Leistungen auf die Versicherten in den Bundesländern unterscheidet sich massiv, sodass es zu Ungerechtigkeiten kommt[5].

Struktur bereinigen – Lohnnebenkosten senken

Daher gehört dieser Sozialversicherungsträger abgeschafft. Stattdessen sollen die Unternehmen verpflichtet werden, eine Arbeitsunfall-Versicherung für ihre Mitarbeiter abzuschließen. Das ist mit maximal der Hälfte der Kosten zu bewältigen. So lassen sich Lohnnebenkosten reduzieren. Außerdem werden der Unternehmer und seine Versicherung ein Interesse haben, durch geringe Unfallzahlen die eigenen Kosten gering zu halten.

Bestehende Rentenansprüche kann die Pensionsversicherungsanstalt weiter auszahlen, die Unfallspitäler können von den Spitalsträgern übernommen werden.

 

[1] Statistisches Handbuch der SV, Seite 148, Kapitel 4.03: http://www.sozialversicherung.at/cdscontent/load?contentid=10008.555191&version=1474454013

[2] 2005: € 1,005 Mrd – 2015: € 1,312 Mrd https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/AB/AB_09712/imfname_569644.pdf

[3] https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/AB/AB_06745/imfname_496914.pdf

[4] http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130215_OTS0114/industrie-quersubventionierung-der-krankenkassen-durch-unfallversicherung-jetzt-beenden

[5] http://www.gerald-loacker.at/auva-ungerechtigkeiten

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